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Ser0 03 Apr 2012
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GIB IHM: Naruto Shippuuden: Ultimate Ninja Storm Generations

Geschrieben von Ser0
TagsAnime, gib ihm, Naruto Shippuuden: Ultimate Ninja Storm Generations, Ninja, review

Naruto Fans aufgepasst: Seit dem 30.03.2012 ist Naruto Shippuuden: Ultimate Ninja Storm Generations für PlayStation 3 und Xbox 360 in Deutschland erhältlich und soll dafür sorgen, dass wir wieder unsere Lieblingscharaktere aus der Erfolgsserie gegeneinander antreten lassen. Doch taugt das Spiel was? Ist es besser als seine Vorgänger? Immerhin wird 55€ für das Spiel verlangt, nicht wenig Geld. Schon im Februar haben wir ein DemoCheck zum Spiel veröffentlicht und damals konnte es bei mir Punkten. Doch sehe ich es jetzt immer noch so? Ich als großer Naruto Fan hab mir das Spiel zugelegt und gleich durchgespielt. Ob es sein Geld wert ist, erfährt ihr von mir mit diesem GIB IHM.

Nach Naruto Shippuuden: Ultimate Ninja Storm (2008) und Naruto Shippuuden: Ultimate Ninja Storm 2 (2010) will Bandai Namco nun mit dem dritten Teil am Erfolg der Vorgänger anknüpfen. Jedoch ist es diesmal tatsächlich fraglich ob dieses Spiel bei seinen Spielern gut ankommt. Denn wirkliche Veränderungen bringt das Spiel nicht mit. Die großen Haupt-Verbesserungen waren der Zuwachs an Spielbaren Charaktere, Kampfarenen, der Online Modus, Anime Sequenzen sowie bisschen das Gameplay.

Story: Es war einmal…

Die Story von Naruto Shippuuden: Ultimate Ninja Storm Generations ist anders gestaltet als bei seinen Vorgängern. Während man im ersten sowie zweiten Teil die Anime Geschehnissen von Narutos in einer virtuellen Ninjawelt nach spielte, kann man hier nur die Geschichte von 11 Charakteren einzeln nachzuspielen: Naruto (Shippuuden), Naruto (Jung), Sasuke, Kakashi, Zabuza & Haku, Minato (4. Hokage), Tobi/Madara, Itachi, Killerbee, Jiraiya und Gaara. Cool wah… ist es aber nicht wirklich. Denn hier ist mir die erste Negative aufgefallen. Ich hatte sehr auf Animierte Cutszenes gehofft sowie rumgelaufe, so wie es bei den Vorgängern war. Stattdessen werden nur Bilder der Geschehnisse gezeigt, wozu die jeweiligen Charaktere etwas sagen. Und dann geht es auch schon mit dem Kampf los. Zuletzt sah ich das bei Naruto: Ultimate Ninja (2005)… Der erste Teil der Serie, für die Playstation 2! Das missfiel mir schon sehr, da es ehr eine Rückentwicklung statt Weiterentwicklung war. Es sah so aus als ob der Entwickler CyberConnect 2 einfach zu faul war, für dieses Spiel erneut all diese Szenen zu animieren, dabei gefielen mir gerade diese sehr, da man sich einfach zurücklehnen und zuschauen konnte. Außerdem sind die Storys der Charaktere nicht wirklich Lange obwohl es genügend Kämpfe zum Nachspielen gab.
Jedoch bekommt man nicht nur Bilder vorgeführt. Jede Story beginnt und endet mit einer Anime Sequenz. Diese Anime Sequenzen wurden extra für das Spiel erstellt und zeigen detaillierte Aufnahmen der Geschehnissen, die man so im Original Anime nicht sah. Für mich persönlich waren diese aber kein Ausgleich für die weggelassenen Cutszenes, trotzdem aber sehr cool. Definitv das Highlight des Spiels.

Außerdem finde ich, das ein Story-Angebot von nur 11 Charakteren ziemlich wenig ist. Da bin ich mir sicher, dass man da mehr hätte machen könnte. Die Story von Zabuza & Haku hätte man komplett weglassen können, so kurz wie sie ist. Außerdem kommen sie auch bei der Story von Naruto und Kakashi vor. Statt deren Story hätte man die von jemand anderem, wie z.B. Sarutobi (3. Hokage) oder Hashirama (1. Hokage), einfügen können.
In nur 3-5 Stunden hat man alle Storys durch so das man gezwungen wird nun auf die anderen Spielmodis zu wechseln.

Gameplay: Alt gegen Jung

Dieser Ultimate Ninja Teil heißt nicht umsonst “Generations”. Der Spieler hat eine Auswahl von 72 Charakteren der ersten sowie zweiten Naruto Anime Serie. Dazu kommen noch 15 Hilfscharaktere. Man merkt schnell, dass der Versus-Kampf die Hauptattraktion des Spiels ist, so wie es eigentlich in jedem Ultimate Ninja Teil war.
Neben dem klassischen VS-Duell, gibt es eine “Überleben”-Modus, worin ihr mit einem ausgewählten Charakter so lange Kämpft, bis ihr schließlich verliert. Die Kämpfe sind jedoch nach Rang aufgeteilt. So fängt man mit dem schwächsten Rang an und schaltet so weitere Ränge, die schwieriger sind. Wenn man alle Ränge durch hat, bekommt man per Zufall irgendwelche Gegner und es heißt nur noch nicht zu verlieren. Definitiv eine coole Bereicherung für das Spiel, da man etwas zu tun hat.
Im “Turnier”-Modus kann man, wie man sich denken kann, Turniere erstellen. Hier hat man ein “Herausforderungsturnier” zur Auswahl, indem euch, wie im “Überleben”-Modus, Gegner zugeteilt werden, sowie ein “Kampfturnier”-Modus, worin ihr allein oder mit Freunden ein 4 bis 8 Spieler Turnier erstellen könnt. Wirklich Spaß macht dies eigentlich nur, wenn man die Schwierigkeitsstufe auf Megaschwer umstellt, ansonsten fordern die Kämpfe nicht wirklich. Natürlich kommt das auch auf den Spieler selber an. Ich bin ziemlich geübt, daher hatte ich wenig Schwierigkeiten.
Ansonsten existiert noch ein “Trainings”-Modus, in dem ihr Techniken und Combos üben könnt.

Auch ein Online-Modus ist erneut vorhanden. Hier könnt Ihr Spiel Sitzungen erstellen oder beitreten und gegen andere Spieler weltweit spielen. Ihr habt auch die Möglichkeit eure Kämpfe aufzunehmen um sie hochzuladen und anderen zu zeigen. Doch wirklich zum Spielen kommt man nicht. Ich zumindest habe nicht einmal eine Verbindung aufbauen können. Die Sitzungen seien alle voll hieß es. Daher kann ich erst mal nicht viel dazu sagen.
Man kann für sein Online-Profil eine sogenannte Ninja-Info-Karte erstellen.

Vom Kampfsystem her hat sich nicht allzu viel getan. Die Tastenkombination ist so wie man es aus den ersten Teilen kannte: Einfach. Anders als bei Spielen wie Tekken oder Street Fighter, kann man hier nur durch mehrmaligen drücken einer Taste effektive Combos machen. Quick-Time-Events (QTE) gibt es gar nicht mehr, was ich eigentlich Schade finde. Denn die QTE sorgten für Abwechslung im Spielverlauf und gaben dem ganzen diesen Anime-Flair, da sie wie gesagt für Abwechslung sorgte. Die einzig “Große” Veränderung ist bei der Verteidigung zu entdecken, hier hat man dem sogenannten “Tausch-Jutsu”, eine Technik die es dem Spieler ermöglicht Angriffe des Gegners auszuweichen, eine eigene “Energie-”Leiste verpasst. So ist man nur noch in der Lage 4x diese Technik anzuwenden. Wenn die Leiste leer ist, muss man abwarten, bis sie sich von allein wieder auffüllt. In dieser Zeit ist man am verwundbarsten.
Die Combo-Animationen sind zwar sehr cool gemacht (besonders die von Killerbee), doch auch hier fehlt die Abwechslung an Bewegung. Die Charaktere machen immer die selbe Angriffsbewegung und auf dauer wird das echt öde anzuschauen. Man würde gern ein geileren Move machen aber es gibts da einfach zu wenig zur Auswahl. Das fiel mir auch schon bei Storm 1 und 2 auf. Sogar beim Vorgänger auf der PlayStation 2 gab es mehr Abwechslung. Dort machten die Kämpfe echt jedesmal Spaß. Ich finde es schade, dass man das auf 3D nicht umsetzten konnte. Doch sicher bin ich einer der wenigen, die sich über sowas ärgern.

Grafik & Sound: Ein Spiel, wie er im Manga steht

Wer Teil 1 und 2 gespielt hat, der braucht bei Generations keine Verbesserung bezüglich der Grafik zu erwarten. Es sieht genauso aus wie bei seinen Vorgängern. Wenn was Verbessert wurde, dann echt nur minimal. Aber das soll nichts schlechtes heißen. Ich finde dass die Ultimate Ninja Storm Reihe eines der coolsten Grafiken besitzt und es absolut zum Spiel passt. Man merkt aber, das Animationen von Vorgängern übernommen wurde. Doch wirklich stören tut das mich als Spieler nicht.
Die Musik macht Laune und passt absolut zum Spiel. Die Englische Synchronisation (eine Deutsche ist ZUM GLÜCK nicht vorhanden) ist nicht mein Fall da es sich auf Englisch einfach blöd anhört. Ich spiel daher immer auf Japanisch, und so muss es auch (find ich) sein! Diese ist Top!

Sonstiges: Traditioneller Schnick Schnack Inklusive

Wie man es von einem Ultimate Ninja Teil kennt, besitzt auch Generations ein Shop sowie Galerie bzw. Sammlung. Im Shop könnt ihr euch Tausch-Jutsu Gegenstände, Items, Bilder und Titel für eure Ninja-Info-Karte oder Bilder zu den Storys der Charaktere kaufen. Ich fand diesen Shop schon immer mehr als sinnlos doch tatsächlich hängt man irgendwann echt eine Stunde darin und kauft sich mit seinem erworbenen Geld all den unnötigen Kram. Im Sammlung-Modus kann man sich all das gekaufte oder freigehaltene (wie z.B. Videos aus dem Story-Modus) anschauen. Man kann hier außerdem per Passworteingabe neue Sachen freischalten. Diese Passwörter sind auf der oberen-rechten Ecke einer Naruto Sammelkarte zu finden. Ich hatte ein Booster-Pack in meiner Packung, so konnte ich einige Ninja-Info-Karten Bilder freischalten. Hätte ich gewusst, das ich dadurch nur so was bekomme, hätte ich die Packung geschlossen gehalten und an euch verlost…

Fazit:

Doch was sag ich nun zu all dem? Ganz klar geht Generations nicht so sehr ab wie sein Vorgänger. Sogar Naruto Shippuuden: Ultimate Ninja 5 für die PlayStation 2 konnte mich länger vorm Bildschirm fesseln, da die Story einfach schön lang gehalten wurde. Man hatte dort auch Nebenmissione und eine Zusatz-Story. Hier jedoch Spielt man 11 Storys nach, welche einzeln ca. je 20-25min dauert. Wenn man alle dann durch hat, weiß man nicht wirklich was man noch mit dem Spiel anstellen soll. Klar, man kann gegen den Computer kämpfen, aber auf Dauer wird auch das langweilig. Unter Freunden würde das sicherlich viel mehr Spaß machen, jedoch hat man nicht oft Freunde, die auf Naruto oder allgemein Animes stehen also fällt auch das sehr oft ins Wasser.
Dass das Tausch-Jutsu nun einen eigenen Balken besitzt, hat mich mehr als einmal gestört. Mir gefiel es, dass das Tausch-Jutsu am Chakra des Charakters gebunden war. Die Entwickler erklärten diese Neuerung damit, dass die Kämpfe dadurch viel Taktischer werden. Doch im Endeffekt geht man doch wieder einfach aufeinander rauf. Klar, ich war oft gezwungen Abstand zum Gegner zu nehmen um den Balken aufladen zu lassen aber in einem Ninjakampf will man den intensiven Kampf und da passte es, dass man einfach drauf los gehen und so oft ein Tausch-Jutsu einsetzten konnte wie es ging.

Die neuen Charaktere gefallen mir soweit. Es ist nur Schwachsinn, dass man z.B. drei Mal Naruto auswählen kann, jeder nur in einem anderen Modus. Auch hier hätte man nur einen Naruto reinstellen können und bei der Auswahl dann aussuchen können, in welchem Modus man ihn spielen will. Charaktere wie Kabuto (Orochimaru Modus) oder den Maskierten Mann (alias Tobi/Madara) waren dagegen eine willkommene Abwechslung.

Das Spiel wird sicher nur wirklichen Naruto Fans gefallen, die sich Anime sowie Manga anschauen. Für alle andere wäre das Spiel definitiv nichts. Für das Geld würde ich mir ehr Ultimate Ninja Storm 1 und 2 kaufen, da man dort mehr von hat. Generations kann nur mit neuen Charakteren anlocken und schönen Anime Sequenzen. Ansonsten enttäuscht das Spiel. Ich werde es jetzt noch paar Mal Spielen und dann wird das Spiel in meinem Schrank neben Spielen wie Fifa 08 oder Blood Stone landen. So toll es auch Optisch ist und schöne Anime-Sequenzen auch hat, wenn mich das Spiel nicht lange beschäftigen kann, kann ich damit nicht viel anfangen. Da spiel ich echt lieber Ultimate Ninja 5 auf der PlayStation 2 weiter.

Wertung:

[Rating:6,5/10]

Video & Bilder:

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